Therapeutisches Puppenspiel
     
 
Was ist therapeutisches Puppenspiel?
Das therapeutische Puppenspiel, ein tiefenpsychologisch fundiertes Therapieverfahren, wurde von Käthy Wüthrich, einer schweizer Puppenspielerin, erarbeitet und gründet auf den Überlegungen und der Psychologie von C.G.Jung. In dieser Ausdruckspsychotherapie steht das Spiel mit Handpuppen und das Schöpfen von eigenen inneren Figuren im Mittelpunkt.

Was geschieht im therapeutischen Puppenspiel?
Durch das Spiel mit den Puppen oder das Schöpfen eigener Figuren kann das Kind seinen inneren Gefühlen, Gedanken und Empfindungen Ausdruck geben. Die Puppe als „Stellvertreter“ erleichtert es ihm auszudrücken, was es bewegt und beschäftigt. In der Therapiestunde sucht das Kind Puppen und Requisiten für sein Theaterstück selber aus und belebt sie zusammen mit der Therapeutin auf der Bühne. Die Therapeutin schafft die Atmosphäre und stellt den geschützten Rahmen für diese Inszenierung. Durch ihre verstehende und spiegelnde Haltung eröffnet sie den Raum für die Suche nach neuen Wegen. Auf der Puppenbühne inszeniert das Kind seine Schwierigkeiten und Konflikte und erprobt spielerisch neue Verhaltensweisen zu deren Bewältigung. Das Tun in Form von Probehandeln für die Wirklichkeit steht im Mittelpunkt des therapeutischen Puppenspiels. Schwierigkeiten werden so besser verstanden, eigene Stärken wieder entdeckt und ermutigt, neue Lösungen gefunden und solange geübt bis das Kind sie in seinen Alltag einsetzen kann. So werden Kreativität, Selbstinitiative und Selbstbewusstsein des Kindes gefördert und gestärkt.

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